Die Nistertaler Karnevalssitzungen wurden bis 1989 von der Feuerwehr veranstaltet, 1990 und 1991 fielen die Karnevalsveranstaltungen aus.
1992 wurden die Sitzungen von den Aktiven veranstaltet, die im gleichen Jahr mit Reiner Seiler an der Spitze den "Karnevalverein Nistertal 1992 e.V." gründeten. Der Verein wurde am 15.05.1992 ins Vereinsregister des Amtsgerichts Montabaur eingetragen.
Für den noch jungen Karnevalverein gab es nicht den sprichwörtlichen Sprung ins kalte Wasser, da man praktisch in die Fußstapfen der Feuerwehr trat und viele erfahrene Aktive in dem neuen Verein mitarbeiteten. Dennoch war der Anfang nicht leicht. Der neue Verein hatte keine Kostüme und keine finanziellen Mittel. Die Akteure mussten die Stoffe und Accessories selber finanzieren, die dann von Irene Nolden in liebevoller Handarbeit genäht wurden. Auch eine Elferratsbühne gab es nicht, diese wurde von den Vereinsmitgliedern selbst gebautund kommt noch heute auf den Sitzungen zum Einsatz. Für das Material und die Anschaffung einer Beschallungsanlage mit Mischpult musste ein Darlehen aufgenommen werden. Trotz aller Anfangsschwierigkeiten gingen die rund 25 Gründungsmitglieder mit Feuereifer ans Werk.
Wie vorher bei der Feuerwehr wurden 2 Sitzungen und der Kinderkarneval veranstaltet, jedoch wurde die erste Sitzung mit den Jahren immer schlechter besucht. In Absprache mit Klaus Jöckel veranstaltete der KVN von 1996 bis 2001 die 1. Sitzung in Alpenrod im Saal Jöckel und die 2. Sitzung in Nistertal im Saal Wisser. Diese Veranstaltungen brachten viel Erfolg und wurden mit vollen Sälen belohnt. Ab 2002 wurde die Alpenroder Karnevalssitzung vom örtlichen Vereinsring organisiert, so daß der KVN seitdem nur noch eine Sitzung in Nistertal veranstaltet.


Im Mai des Jahres 2003 feierte der Verein das 11-jährige Gründungsjubiläum. Dazu wurde ein Festzelt auf dem Parkplatz der Sporthalle errichtet in dem am Samstag, den 13.05.2003 ein Tanzabend mit vielen befreundeten Vereinen stattfand. Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst im Zelt, um 14:00 Uhr startete der große Umzug mit rund 35 Gruppen und anschließend traten viele Tanz- und Musikgruppen im Zelt auf.

 

Mit der Schließung des Gasthauses Wisser im Jahre 2005 entfiel dem KVN dann der Veranstaltungsort für die Sitzung 2006. Die Sporthalle wollte die Gemeinde nicht zur Verfügung stellen, zum Glück bot die Fa. WWH-Touristik dem KVN die Bushalle in der Hornisterstraße als Veranstaltungshalle für die Sitzungen an. Dies bedeutete zwar einen wesentlich höheren Aufwand, aber in Ermangelung einer anderen Möglichkeit wurden die Sitzungen 2006 und 2007 in einer Omnibushalle durchgeführt. Trotz den nicht gerade idealen Bedingungen waren diese Sitzungen fast ausverkauft.
Da der Karnevalsverein mittlerweile einen beträchtlichen Fundus mit vielen Kostümen, Elferratsbühne, Dekoration, technischer Ausrüstung und Karnevalsaccessoires angesammelt hatte, war es nicht leicht, geeigneten Platz dafür zu finden. Im Jahr 2005 bot die Gemeinde dem KVN die Dachräume des geplanten Bürgerhauses als Lagerplatz an, die dann in Eigenleistung ausgebaut und im Jahr 2007 bezogen wurden.
Ebenfalls in 2007 übernahmen Raffaela und Volker Berner das Gasthaus Wisser und boten dem KVN den Saal wieder als Veranstaltungsort an. Dies wurde natürlich gerne angenommen, so fanden die Sitzungen 2008 und 2009 wieder am gewohnten Ort statt.
Im Laufe des Jahres 2009 bekam der KVN die Genehmigung, die Sitzungen in der Sporthalle mit angeschlossenem Bürgerhaus zu veranstalten. Jetzt waren Veranstaltungsort, Trainingsräume und Fundus in einem Gebäudekomplex, Umkleidemöglichkeiten ausreichend vorhanden und die für solche Fälle optimalen Einrichtungen des Bürgerhauses standen zur Verfügung. So konnten in den letzten Jahren die Veranstaltungen unter optimalen Bedingungenaufgeführt werden, sowohl die Auftritte selbst als auch die Versorgung des Publikums mit Getränken und Snacks betreffend. Zur optimalen Versorgung tragen bis heute besonders die Alte-Herren-Fußballer bei, die seit 2010 den Thekendienst an den Sitzungen übernehmen. Ihnen und allen anderen, die den KVN bei den Sitzungen und anderen Gelegenheiten unterstützen, sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gesagt.